Geothermie in Frankreich

Frankreich beschleunigt die Geothermie im Wärmesektor

20.02.2026

Mit der vom französischen Staat veröffentlichten Mehrjährige Energieplanung (Programmation Pluriannuelle de l’Energie, PPE) wird der Untergrund zu einem strategischen Pfeiler der energetischen Souveränität Frankreichs.

Am 12. Februar 2026 verabschiedet, legt die dritte Mehrjährige Energieplanung (PPE3) die neue energiepolitische Fahrplan Frankreichs fest. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und des Strebens nach energetischer Souveränität bestätigt sie das Ziel, bis 2035 einen Anteil von 70 % dekarbonisierter Energie zu erreichen und einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern einzuleiten.

Während sich die mediale Aufmerksamkeit häufig auf den Stromsektor richtet, rückt die PPE3 einen lange wenig beachteten Hebel ins Zentrum der nationalen Strategie: die erneuerbare Wärme. Raumheizung, Warmwasserbereitung, industrielle Anwendungen – Wärme macht einen erheblichen Anteil des französischen Energieverbrauchs aus. Ihre Dekarbonisierung stellt somit einen strukturellen Schlüsselfaktor der Energiewende dar.

Die PPE3 hält klar fest, dass zur Erreichung der Ziele im Bereich der Geothermie eine deutliche Beschleunigung des Projektentwicklungsrhythmus bis 2030 erforderlich ist. Das Dokument zeigt, dass die aktuelle Dynamik hinter den Erwartungen der vorherigen Programmperiode zurückbleibt. Entsprechend wird eine signifikante Stärkung der personellen und materiellen Kapazitäten der Branche gefordert.

Indem die PPE3 die erneuerbare Wärme ins Zentrum ihrer Strategie stellt, markiert sie eine wesentliche Weichenstellung: Die Energiewende entscheidet sich nicht ausschliesslich im Stromsektor.

Mehr Informationen auf der Seite der AFPG (Französisch). 

Webseite «Geothermies» (Französisch).

Geothermieziele in der PPE3 (Anhang zur Verordnung 2026-76)

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